Elektrische Anlage auf DC umbauen

Hier stehen wichtige Infos über grundlegende Funktionen eurer Fahrzeuge : Aufbau und Funktion von Bauteilen , dazu die dementsprechenden Fragen und Antworten . Bitte gleitet hier NICHT in's OT ab , es soll sachlich bleiben !
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jens1971
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Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 08.03.2019, 12:12

Guuhde Freunde :D

Nach studieren des Schaltbildes zu meinem Yager GT50 schwebt mir folgende Idee vor:
Da mich dieses AC-Lichtgewackel (wird ja mit niedrigerer Drehzahl dunkler) nervt sowie die Tatsache, daß ich bei stehendem Motor kein Licht an haben kann, möcht ich mir die Anlage gern auf komplett DC umrüsten. Die CDI ist ja offenbar eine DC Version. Nun gibts im Netz schon jemanden, der eine eigene Schaltung konstruiert hat; dies ist mir allerdings zu aufwendig. Jetzt hab ich mir was überlegt:
ich mache die Lichtspule(n) erstmal potenzialfrei. Danach schalte ich die direkt auf eine Graetz-Brücke (Dioden muss ich mir erst noch raussuchen), und gehe dann mit der gleichgerichteten Spannung auf so ein Modul:
https://www.amazon.de/perfk-1200w-DC-Wa ... PZWBZMGCAE

Der Link ist nur als Beispiel; Grundsätzlich aber ein Schaltnetzteil mit recht weitem Eingangsbereich.

Hat sowas jemand schon mal realisiert?
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 08.03.2019, 13:05

Hab da grad was interessantes gefunden:

http://www.motelek.net/schema/spannung/ ... ichter.png

Ist vom Aufwand her nicht sehr groß denk ich
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Rick
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von Rick » 08.03.2019, 13:52

Aaaalter ... :roll:

Was kommt danach? Umbau auf Diesel, dann erweiterst Du auf Hybrid-Allrad, indem Du dem Vorderrad einen E-Radnabenmotor spendierst. Damit der sich so richtig lohnt, muß er natürlich eine Rekuperationsbremse enthalten.

Für die benötigst Du selbstredend ordentlich Speicherkapazität, also muß dann ein Beiwagen montiert werden. Da hinein dann aber bitte keine Akkus, nee — viel zu profan. Das muß schon ein ordentlicher Schwungradgenerator sein.

Ok, der erhält dann logischerweise nachgeschaltete Akkus. Denn würde er nach längerer Fahrt auf vollen Touren laufen und Du Deinen Yager für zwei, drei Tage abstellen, ginge die wertvolle Energie ja verloren.

Außerdem ist selbst darüber hinaus reichlich Platz im Beiwagen, den es sinnvoll zu nutzen gilt. Aber Wasserstofftank und Brennstoffzelle müssen ja eh sein, klarer Fall. Denn lieber nur mit Frontantrieb fahren als schieben zu müssen.

Jetzt ist immer noch üppig Platz, also her mit ‘nem Holzvergaser — hoch lebe die Unabhängikeit. Der Riesenvorteil ist, daß Du Deinem Yager dann auch gleich ein zweites Beleuchtungssystem spendieren kannst: Gaslampen! Die machen so ein schönes, warmes Licht.

Ach ja, genau, das ist doch dann die Lösung, oder? :lol: :lol: :lol:

Nichts für ungut, Jens — aber der mußte jetzt sein. 8)

Grüße
Rick
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 08.03.2019, 14:13

:lol:

Er nu wieder :P

Naja soo ein riesen Aufwand ist es ja nicht. Werd mich in jedem Fall mal damit beschäftigen...
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von Rick » 08.03.2019, 14:16

jens1971 hat geschrieben::lol:

Er nu wieder :P

Naja soo ein riesen Aufwand ist es ja nicht. Werd mich in jedem Fall mal damit beschäftigen...
Coole Reaktion, Jens. Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 08.03.2019, 15:45

Danke Dir 8)

Naja hatte in einem Vespaforum drüber gelesen. In jedem Falle werd ich mir aber mal den Lichtschalter bezüglich Standlicht auf Batterie ansehen. Das hab ich bei meiner Chinabüxe auch so hingebaut, und funktioniert hervorragend.

Verstehe ja nun wirklich nicht, warum es diese sinnlose "Standlichtstellung" am Lichtschalter gibt, wenn man diese nur nutzen kann, wenn ich den Motor an hab. Da kann ich ja gleich das Fahrlicht anlassen :roll:
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von Rick » 08.03.2019, 20:23

Da würden mich zwei andere Dinge eher reizen.

Erstens ein Licht-Ausschalter, denn gelegentlich gibt‘s Abkürzungen, die man nur möglichst unauffällig nutzen sollte.

Zweitens eine Warnblinkfunktion, deren Nutzerrt bekanntlich nicht vom Hubraum abhängt.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 08.03.2019, 22:14

Hmm also an meinem kann ich das Licht noch komplett ausschalten. Da kommt dann dieser "Verbratewiderstand" zum Einsatz. Auch so ein Grund warum ich eigentlich eine "sauber geregelte DC Lösung" will. Warum soll ich mit meinem Sprit die Umwelt heizen, wenn ich mal im Standgas das Licht komplett ausschalte...
Das System muss echt 3Cent billiger gewesen sein als eine elektronische DC Regelung.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 22.03.2019, 13:02

Da ist mir grad noch ein Einfall eingefallen: kann ich nicht einfach den Regler vom Agility 50 2Takt einbauen? Der hat doch komplett alles auf DC und eine potenzialfreie 1Phasen Lichtmaschine...
Natürlich muss denn bisl was an der Verkabelung geändert werden; das stellt aber kein Problem dar. Ich weiss nur nicht, ob die Leistung des Reglers ausreichend ist.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 22.03.2019, 16:05

Hi Jens,

coole und gute Idee. Theoretisch gesehen ganz einfach, Praktisch nicht fix, aber gut umsetzbar.

- Lima muss Potentialfrei sein. Du kannst die bestehende Lima umlöten, kein Problem.
- den Regler kannst Du z.B. vom Super 8 nehmen, oder einen "Preiswerten" aus der Bucht kaufen, z.B. den hier: https://www.ebay.de/itm/Spannungsregler ... SwXHxb2Yxs

- Die rechte Lenkerarmatur muss u.u. neu
- Eine Batterie mit höherer Kapazität wäre nicht übel, ist aber kein unbedingtes Muss. Idealerweise kann man den Scheinwerfer da gleich auf H4 umrüsten. https://www.ebay.de/itm/Scheinwerfer-fu ... SwX2JckhKN

Du musst den Kabelbaum etwas verändern. am schönsten und bequemsten ist es, den Roller auszukleiden, den Kabelbaum zu entfernen und auf der Werkbank zu erweitern. Kabel in den passenden Querschnitten und Farben bekommst Du bei: http://shop.kabelknecht.de/

- Passende Stecker 8japan-Blockstecker) gibt es in der Bucht: https://www.ebay.de/itm/380-stucke-Moto ... 0010.m2109
- 9-Polige Stecker gibt es einzeln: https://www.ebay.de/itm/Japan-Stecker-B ... Sw~4hbyZGc

- Die passende crimpzange gibt es bei Louis: https://www.louis.de/artikel/rothewald- ... 3967982c17


Nicht in 5 Minuten zu machen, aber gut machbar.

Viele Grüße, Alex


-
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 23.03.2019, 10:06

Danke Dir für die Infos.
Ich denke ich werd das mit dem günstigen Regler einfach mal ausprobieren. Gestern Abend noch ne kleine Runde mit Schwager und Schwester gedreht, an ner Schranke gewartet. Und mein Dicker ist der einzige ohne Batteriestandlicht *peinlich*
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von Rick » 23.03.2019, 11:56

Moin Jens!
jens1971 hat geschrieben:[...] mein Dicker ist der einzige ohne Batteriestandlicht *peinlich*
Solche Sorgen hätte ich gerne, dann hätt‘ ich keine. Oder habe ich was übersehen? Dann klär‘ mich bitte auf, Jens.

Aktuell bin ich der Meinung, daß es völlig „schnuppe“ ist, ob vor ‘ner geschlossenen Schranke Standlicht eingeschaltet ist oder ob in China ein Sack Reis platzt. Wenn ein Unterschied besteht, dann doch wohl darin, daß ohne Standlicht eine vielleicht sowieso schon schwächelnde Batterie entlastet ist. Was insbesondere bei häufigen Kurzstrecken und/oder im Winter zwischen E-Starter und Kickstarter entscheiden könnte ...

Aus meiner Sicht wärst Du also, wenn’s einen Unterschied gibt, sogar im Vorteil. Mir wäre es eher peinlich bei öffnenden Schranken absitzen und kicken zu müssen, während andere ganz souverän auf‘s Knöpfchen drücken können.

Grüße
Rick
Zuletzt geändert von Rick am 02.06.2019, 17:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 13.04.2019, 20:10

So Freunde, es geht voran.

Bevor ich mein Mobbed kaputtmach, hab ich mit dem Regler, welcher Mopedfreak (danke dafür) verlinkt hat, einen "Trockentest" gemacht. Hab den LiMastecker meiner Kymco auseinandergezogen, und den Regler mittels Kabel außerhalb betrieben. Dazu das Pinke Kabel des Reglers auf Masse (Motor) gelegt, und das gelbe Kabel am gelben der LiMa angeschlossen. Somit ist dieser Kreis ja Potenzialfrei. Dann am Regler nen dicken 10TSD µF-Elko und parallel ne alte H4 Lampe (Fernlichtfaden, glaub 60W) angeschlossen.

Dann den Motor angelassen: funzt prächtig.
Nun die Frage: soll ich das komplette Spulenpaket nehmen (also Masse/Weiss von der Lima) oder nur den Lichtkreis (Masse/Gelb)?
Bei beiden Spulentests hatte ich bei etwa 2500UP/M über 14 V auf der Lampe drauf; also findet ab der Drehzahl in jedem Fall Ladung der Batterie statt.
Ich gehe davon aus, daß der "Aufstockteil" zwischen Gelb und Weiss mit dünnerem Draht gewickelt sein könnte und somit evt durchbrennen könnte.

@Mopedfreak: hast Du sowas schon realisiert? Hast Du das komplette Spulenpaket genutzt oder nur bis zum gelben Abgriff? Hab bislang die Lima noch nicht offen daß ich es sehen könnte.
Da aber ansich kurz über 2500UPM ja schon 60W Leistung in jedem Fall da sind...müsste doch ansich Gelb reichen, oder?
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 14.04.2019, 04:50

Hi,

Ich habe das gesamte Spulenpaket verwendet, man muss ja nix verschwenden was Gratis ist und brach liegt. Auch wenn Du bei 60W immer noch 14v erreichst, muss das nicht heißen, dass hier auch ein ordentlicher Strom fließt. Denk mal an eine mögliche H4 umrüstung :D

Du hast ja noch den Vorteil, dass deine LiMa keine Zündladespulen hat, die platz wegnehmen.

Man könnte zur Effizienzsteigerung auch einen Längsregler in Betracht ziehen, aber das sind dann Luxus-spinnereien.

Viele Grüße, Alex
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 14.04.2019, 10:34

Gude Alex, Danke Dir.

Hmm meinst etwa sowas hier:
https://www.vespaonline.de/thread/21675 ... ngsregler/

Das wär ansich die Top- Lösung, denke ich. Ich weiss nun natürlich nicht, wie der von Dir ausgesuchte Regler arbeitet; schätze allerdings auch eher nach der "Holzhammermethode": AC einfach auf etwa 14 Volt (oder 15) Plattbügeln und den Rest gleichrichten. Ich hab nämlich beim Messen der AC Spannung während des Tests festgestellt, daß diese Spannung recht stabil auf irgendwas um die 15V unabhängig von der Drehzahl stand.

Da ist dann sicher der Regler aus dem Vespaforum wesentlich Effizienter.
Ich denke mal, ich werde erstmal den Umbau mit dem gekauften Regler machen. Wenns mich dann packt, bau ich mir den anderen Regler einfach nach. Die Grundverdrahtung im Roller bleibt dann ja so.

Der Scheinwerfer wird in jedem Fall über ein externes Relais (evt 2 fürs Fernlicht) gemacht. Diese Mimik über die beiden Lenkerschalter und die dazwischenliegenden Steckungen klaut fast ein halbes Volt an der Lampe. Mit einer kleinen Brücke über diese Amaturen kann man sehen, was das an Lichtleistung ausmacht; ist nicht zu vernachlässigen!
Wollte das nur mal ausgetestet haben um zu sehn, wie ich meinen Verdrahtungsplan mache.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 14.04.2019, 11:01

Hi,

Nein, ich meine solche Regler

https://www.silent-hektik.de/Duc_R_Duc.htm
https://mtp-racing.de/Spannungsregler-L ... terstecker

Deine Lima musst Du eh umlöten. Den mitteleren abgriff ablöten, das Spulenende was an Masse liegt ablöten und mit dem abgelöteten vom mittleren verbinden.

Relais wäre eh obligatorisch. Der 125er und 200er haben das Licht über Relais geschaltet.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 14.04.2019, 12:33

Joa das sind ma männliche Regler 8)

Denke da tendiere ich dann doch eher zu dem Vespa-Projekt.
Es wundert mich allerdings schon, daß bei einem solchen -immerhin vor 10 Jahren nicht ganz billigen- Markenroller so eine Einfachst-Technik angewandt wurde. Egal ob nun der Holzhammer-Regler oder diese Lichtschaltermimik. Da hat sogar schon meine Chinabüxe einen Lichtschalter mit einem weiteren Kontaktstreifen, auf dem die Batteriezuführung für das Standlicht lag. Und der Hobel ist noch 4 Jahre älter und hat weniger als die Hälfte (neu) gekostet.

Egal..dann muss ich da eben selber bei :P
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 14.04.2019, 20:50

Hi Jens,

oh, ich muss wohl etwas aufklären. Frank sei Dank, hatte ich das damals gut verstanden, man bildet sich ja auch weiter. Ich bin dabei meine CBF-1000 auf einen Längsregler umzubauen, weil die LiMa bei der SC58 gerne mal durchbrennt, aufgrund mangelnder Ölversorgung, welches auch zur Kühlung des LiMa-Stators dient.

Zu den Reglern:
Es gibt Quer- und Längsregler.
- Der Querregler ist der Standartregler, bzw. die Standart-Methode die Spannung zu Reglen. Dabei wird bei erreichen der abregelspannung die beiden zuleitungen von der LiMa einfach kurzgeschlossen, sozusagen "Plus" und "Minus" einfach verbunden. Der erzeugte Strom wird nun in der LiMa in Wärme umgewandelt. Einfache Schalttechnik, aber eben ineffizient, weil der Motor dabei für die LiMa mit Kraft erzeugen muss, welche hinten am Rad fehlt. Die Kraft wird aber nur genutzt um den Raum um die LiMa aufzuheizen.

- Der Längsregler kappt die LiMa vom Regler weg. Die LiMa erzeugt nun einfach keinen Strom mehr, der Motor muss nun nicht mehr sinnlos Leistung erzeugen, damit dieser in Wärme umgewandelt wird. = mehr Kraft am Hinterrad.

Da die Längsregler nun aber recht Preisintensiv sind, fallen die weg. Es bleibt uns der allseits bekannte Querregler, der auch Shuntregler genannt wird.
Nicht zu verwechsdln mit den nur Strecihholzschachtel Großen Halbwellenregler, die Du derzeit im Yager GT 50 drinnen hast. Dieser Regler nutzt nur die Halbe Welle des Wechselstroms, der Rest wird in Wärme am Regler umgewandelt. Die Größeren 5-Pol. Regler nutzen die Vollwelle aus.

Die sache mit der Vespa-LiMa: Nicht ganz so solls werden. Was bleibt, ist das umlöten der Lima-Spulen. Deiner LiMa fehlen die Zünd-Ladespulen, Du hast nur "Lichtspulen", was Super ist. Zwei Spulen mehr, die Strom für Dein Bordnetz erzeugen. Wie in dem Schaubild zur Vespa-LiMa gezeigt, musst Du den mittelabgriff ablöten, den Masseanschluß am ende der Spulen ablöten und das abgelötete Kabel vom mittelabgriff verlängern und am Spulenende anlöten. Damit trennst Du die LiMa von der Masse.

Der im Vespa-Schaubild dagestellte Regler ist für uns mist, den nehmen wir nicht. Unser Regler, den Du schon gekauft hast, hat 5 Adern.
- Lima (1)
- LiMa (2)
- Plus-Ausgang -> Über eine 10A- Sicherung direkt zur Batterie, bzw. auf das Anlasserrelais klemmen (Batterie-seite)
- Minus-Ausgang -> Wie bisher, oder direkt auf Masse am Rahmen.
- Sensor-Anschluß (Sense)

Der Sensor-Anschluß kommt normalerweise irgendwo ins Bordnetz, in die nähe er Verbraucher, z.B. mit an ein geschaltetet Plus. Der Sense-Anschluß liefert dem Regler ein Referenz-Signal, damit dieser die Ladespannung anheben kann, damit auch an der Glühlampe 14V ankommen. Ganz hilfreich bei dünnen Drähten. Soll bei den China-Regler nicht ganz so funktionieren.
Frank meinte mal, und der meinung bin ich inzwischen auch, die Sense-Leitung kann direkt parallel zur roten "Plus-Ausgangs"-Leitung geklemmt werden.

Das Du in Deinem versuchsaufbau vor dem Regler 15V Wechselstromgemessen hast ist kein zufall. Wenn der Regler Strom "durchlässt", dann wird die LiMa-Ausgangsspannung auf das niedrige niveau des Bordnetztes gezogen. Hättest Du statt der Glühlampe, eine Batterie als "verbraucher" verwendet, wäre mit zunehmender Ladung der Batterie, die Spannung vor dem Regler immer weiter angestiegen, weil der Regler immer weniger Strom durchläss, während sich die Gleichspannung hinter dem Regler auf ~ 14V eingepegelt hätte.


Wie ich schon mehrfach schrieb: Löte die LiMa um, stricke den Kabelbaum um, verwende (wie Du schon selber bemerkt hast) Relais für die Lichtschaltung und komme in den genuß einer H4, statt der HS1-Lampe.

Das hatte mir Frank damals geschickt, dass hat er selber verfasst: http://www.simsonforum.de/faq/index.php ... artlang=de


Warum baute Kymco diese AC-Beleuchtung in den Yager GT 50? Weils einfach ist und man mit einer kleinen Batterie auskommt. Einfach, Billig, funktioniert. Eigentlich ein relikt aus zeiten, als der LiMa-Stator noch die Zünd-Ladespulen aufnhemen musste und für die "Lichtspulen" (nennen wir sie mal so) zu wenig platz war. Das Bordnetz wäre insbesonders in der Stadt schnell überfordert, der Ladestrom nicht ausreichend. = Batterie netöädt sich langsam. Kann man umgehen, indem man eine Große Batterie verbaut, die:
a) Viel Strom aufnehmen kann (Große kapazität)
b) Auch noch viel Strom aufnehmen kann, wenn sie relativ voll geladen ist.

Das Probelm von Blei-Akkus ist auch, dass sie mit zunehmender ladung wenig Strom aufnehmen können. Du fährt überland, die LiMa erzeugt genügend Saft, aber die Batterie kann den gar nicht so schnell aufnehmen. Mit zunhemenden alter der Batterie steigt auch noch der Innenwiderstand an, die Batterie nimmt noch langsamer Strom auf. -> Doof.



Viel Stoff....

Viele Grüße, Alex
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 15.04.2019, 17:38

Guude Alex!

Vielen Dank für Deine Ausführungen. Ja genau so in der Richtung hatt ich mir das vorgestellt; ich werde einfach von der Lima 2 neue 2,5mm² Kabel legen, die gelbe Mittelanzapfung lass ich aber noch dran. So für alle Notfälle. Wird aber isoliert "beiseite gelegt".
Dann muss ich mir noch was mechanisch vorne hinbasteln, damit der neue Regler auch ordentlich fest sitzt, und die Relais fest sind. Zusätzlich hole ich mir von der Batterie noch ne 2X2,5mm² Leitung nach vorne. Die wird dann fürs Licht und die Ladung von der Lima genutzt; das wollt ich nicht über die doch teilweise recht dünnen Drähtchen dann noch machen.

Da ich dann ja in die gelbe Leitung per Relais dann einspeise, und quasi alles "von Vorne" aus mache, setze ich auch die Sicherungen nach vorn.
Da hab ich am Yager links am Fußbrett eine leere Klappe entdeckt, da kann man das prima reinsetzen.

Die beiden Lichtrelais lass ich einfach direkt von den Leitungen ansteuern, welche nun auf die Scheinwerferlampe geht; denke das ist dann ne saubere Sache.
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 16.04.2019, 20:18

Hi Jens,

ich sehe, Du hast einen Plan. ich bin zuversichtlich das Du das "gebacken" bekommst. :D

Hier noch eine erklärung zum Unterschied zwischen den von mir Favorisierten "Längsreglern" und den Standartmäßig überall verbauten Querreglern:

https://youtu.be/IraV2CPUAlw?t=1954

Viele Grüße, Alex
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 17.04.2019, 10:27

Danke Dir nochmals :-)

Ahjo bin Elektroniker, insofern also kein Problem. War nur echt verwundert, daß in so einem "teuren" Fahrzeug so eine Technik eingebaut ist. Aber immerhin..ein Tacho, in dem per Gabellichtschranke die ANzeige digitalisiert wird :D
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 02.06.2019, 11:03

Sooo Freunde 8)

Habs gestern fertig gestellt. Hab letzte Woche schonmal die Lichtmaschine umgebaut: den Massepunkt abgelötet und daran ein 2,5mm² Kabel, welches bis vorn unter den Scheinwerfer reicht.
Dann parallel zum weissen Lötpunkt auch hier ein 2,5mm² angelötet. Lichtmaschine wieder eingebaut, Kabel verlegt und befestigt.
Damit ich dann noch fahren konnte, hab ich den rausgelegten Massepunkt vorübergehend per Öse an den Motorblock geschraubt.

Gestern dann die Verkleidung abgebaut (heiden Arbeit, weil hinten noch der Träger vom Case drauf ist). Beiher konnt ich endlich den Spritfilter wechseln :mrgreen:

Ne Doppelader 2,5mm² von der Batterie bis unter den Scheinwerfer verlegt. Dort hab ich denn den neuen Regler an die Schraube des alten gehängt, musste dazu aber erst so eine Blechnase abflexen. Bisi Zinkspray drauf und gut :lol:
Dort dann neu verkabelt; 3 Relais eingebaut (eines gibt bei Zündung EIN Batteriesaft auf die vorhandene gelbe Ader, das zweite ist Fahrlicht und das dritte ist Fernlicht).
Eine Sicherung unter der linken Fußklappe, für das Licht. Eine Sicherung hinten über der Batterie für die neue Leitung.

Vorne einen ordentlichen Verteilpunkt gelötet, welcher Batterieplus, Regler, Sicherung für Licht sowie die Versorgung des "Gelb" Relais übernimmt.
Alle vorhandenen Kabel wurden nur an den Steckern ausgeklipst und z.B. in die Halterung der Relais eingesteckt und somit weiter verwendet. Ich kann also das ganze auch wieder zurückbauen. Das einzige müsste wieder die LiMa zurückgelötet werden, wenn man es gaaanz original haben mag.

Den Verbindungsstecker der LiMa musste ich natürlich auseinander ziehen; liegt aber noch im originalen Schutzgummi hinten drin.
Dann gestern noch ne Runde gedreht: ist wirklich kein Vergleich! Das Licht ist wirklich heller, Flackerfrei und konstant. Auch funktioniert endlich mal die "Lichthupe" wie sie soll. Vorher war das ne ziemlich träge Geschichte, wenn man ein entgegenkommendes KFZ wegen seines Fernlichtes anblinken wollt. Nun geht das in Echtzeit :D
Auch das änden der Blinkfrequenz, wenn man ausrollt und die Bremse zieht, ist damit vorbei.

Hab auch mal gemessen: bei eingeschaltetem Licht wird im Standgas (knapp 2000UPM) etwa 1A aus der Batterie gelutscht. Bei Motor aus sinds etwa 4,5A (da wird ja auch noch der Choke mit beheizt). Ab etwa 2500UPM wird dann wieder geladen. Wenn man mit Standgas also auf Standlicht schaltet, wird die Batterie leicht geladen. Beim Fahren ists gar kein Problem. Der Regler wird bisl mehr als Handwarm wenn man gefahren ist.

Was ich aber noch probieren will: Nach einer halben Stunde Fahren hatte ich eine Batteriespannung von etwa 13,5V (mit Licht im Fahrbetrieb). Ich weiss nun nicht, wie weit hoch das geht, oder ob der Regler da schon runterregelt. Darum will ich in den "Sense" Eingang einfach mal ein Poti setzen und schauen, ob ich da noch was tunen kann, bzw. die Reglerspannung leicht erhöhen. Wie Alex ja meinte, gehört der Anschluss (auch lt. Schaltbild) irgendwo hinters Zündschloss. Den hab ich aber direkt mit dem Roten des Reglers verbunden. Dann ließe sich damit ja in Folge der Ladestrom etwas erhöhen. Werd das mal austesten noch.

Jedenfalls bin ich die ersten 60KM schon sehr zufrieden damit :mrgreen:

Viele Grüße,
Jens
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 02.06.2019, 13:08

Hi Jens,

yeah... :)
Glückwunsch. Ich sehe, oder lese: Durch umpinnen der Stecker versuchst Du es gut wie möglich Original zu lassen.

Viele Grüße, Alex
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 02.06.2019, 13:22

Guude Alex!
Ja vielen Dank.
Ja, ich versuchte auf Grund der Nachvollziehbarkeit, soviel original zu lassen, wie es geht. Im Prinzip ist der Umbau mit den beiden Lichtrelais komplett ohne Lötarbeit wieder zurückzubauen; die Relaispulen hängen nur an den originalen Scheinwerferleitungen.
Und die Einspeisung in die gelbe Leitung hab ich über einen Quetschshuh in den Stecker des alten Reglers gemacht; somit ist dieser Stecker auch noch original vorhanden. Bloß wird nur noch 1 Pin davon genutzt.

Somit waren das also ansich 2 Projekte, und so arbeiten sie ansich auch...

Viele Grüße,
Jens
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von mopedfreak » 03.06.2019, 08:08

Hi Jens,

ich bin ja selber KFZ-Elektrik affin. Ich schalge immer die Hände über den Kopf zusammen, wenn ich Basteleien mit Stromdieben, etc... sehe. Für mich muss eine veränderung immer wie Original, oder besser aussehen und sein. Dazu gehören nicht nur möglichst Originale Steckverbinder, sondern auch der Bau von sauberen Kabelbäumen mit dem entsprechenden "Ästen" und "Zweigen". Bei gelegenheit mache ich mal ein Video, oder Bilder.
Derzeit bin ich an einer Goldwing 1800 eines Bekannten dran, weil dort die Vorbesitzer alles dran bauen mussten was Leuchten kann, aber die Arbeiten unsachgemäß ausgeführt haben, mit entsprechenden folgen. :? Bei gelegenheit mache ich mal ein Video, oder Bilder.

Die 2,5er Adern in der Lima gingen problemlos zu verlegen? Du hast die ja (wie es gelesen und interpretiert habe) seperat mit aus der Lima rausgeführt. Ich hatte damals eine Originale Ader in der Lima verlängert.
Auf deine Messergebnise zum Anschlusspunkt des "Sense"-Anschlusses bin ich gespannt.

Seit einem Jahr liegt hier noch ein Kabelbaum vom Speedfight 4 2-T LC rum, den ich mal auf DC umbauen wollte. Dort ist es etwas aufwendiger und auch mit dem Energiehaushalt nicht so dolle bestellt. Die LIma hat auch ein, oder zwei Zündladespulen, die bleiben müssen, weil der doofe China-Franzose AC-Zündung hat. Die CDI zu tauschen ist auch nicht ohne, weil die Ölpumpe Elektrisch arbeitet und von der CDI angesteuert wird. :roll:
Eigentlich wollte ich den 50er mit den Originalen LED-Lampen des 125ers umrüsten.

Viele Grüße, Alex
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Re: Elektrische Anlage auf DC umbauen

Beitrag von jens1971 » 14.06.2019, 21:28

Hallo Freunde :D

Soo hab mal bisl weiter gemacht, und etwa nun 300KM mit der neuen Lösung abgespult. Läuft super, bin wirklich sehr zufrieden. Ob ich nun noch auf H4 umbaue, weiss ich noch nicht, denn das Licht ist wirklich sehr viel besser geworden.

Auch hat sich nach einer längeren Tour die Batteriespannung bei 14,2 bis 14,3 Volt mit Licht während des Fahrens eingestellt. Hab mit dazu ein kleines Voltmeter ins Cockpit gebaut, so kann ich beobachten, obs mal kritisch wird.
Wenn ich dann im Standgas bin, geht natürlich die Spannung dann etwas runter. Man kann gut erkennen, wie voll die Batterie ist...dann steigt der Wert nämlich schneller auf 14,3 Volt.

Was ich eben noch gemacht habe: den E-Choke auf Lichtmaschine AC gelegt. Problem war manchmal, daß ich nach einer "Bahnschrankenpause" (die dauert manchmal 10 Minuten, und ist etwa 400m von mir entfernt) mit Standlicht natürlich der Choke dann geschlossen hat, obwohl der Motor noch zu kalt war. Okay ist kein Riesenbeinbruch, aber immerhin zieht diese Choke-Mimik knapp 0,5A aus der Batterie.
So hatte ich zu entscheiden: noch ein Relais, welches direkt die Spulenspannung von der Lima bekommt (somit zieht es nur an, wenn der Motor läuft), und daran dann den Choke. Oder etwas "Reglerschonender", indem ich den Choke direkt von der Lima abnehme.
Dazu musste ich natürlich auch das Widerstandspaket auf "AC Masse" legen und vom Rahmen isolieren.

Da ich ja auch keine Stecker abgekniffen hab, konnte ich hinten unter der Gummitülle, wo die LiMa normal angeschlossen wird an den Kabelbaum, den weissen LiMa AC auf den einen Pin vom Choke legen. Der Grüne vom Choke geht wie gehabt durch den Stecker nach vorn aufs Widerstandspaket. Dieses hab ich dann mittels Kabel vorn an die "Lima AC Masseleitung" gelegt.

Dann habe ich auch mal AC gemessen, was dann aus der Lima rauskommt: waren mit Verbrauchern etwas über 13V (okay, bisl Batterie leergespielt beim testen, die hat dann gut gezogen).

Ich denke, ich bin nun soweit zufrieden. Der Fahrbetrieb wird nun zeigen, ob ich nochmal an dem "Sense" Anschluss rumfummel; denke aber, dadurch daß ich die DC Last um weitere 6W gemindert habe, sollte ich kaum in Kapazitätsengpässe kommen.

Eventuell hole ich mir noch dieses hier für die Positionslichter: https://www.philips.de/c-p/127994000KX2 ... -fahrzeuge

Hmm... Fotos hab ich auch gemacht... kann ich die hier reinladen, oder geht das nur per externem Link?

Viele Grüße,
Jens
Dateianhänge
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So schauts nun aus
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IMG_9345.JPG
Blick von oben
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IMG_9346.JPG
Der neue Regler und das isolierte Widerstandspaket
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Blick von unten auf die Relais
IMG_9347.JPG (1.32 MiB) 1132 mal betrachtet
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Kabelausgang von der LiMa
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Kabelausgang von der LiMa
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Kymco Yager GT50 Baujahr 2008

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