Ethanolfrei fahren

Hier steht alles über den 2012 neuen Grand Dink 300 i mit Einspritzung .

Komm rein !
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Ewald82
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Ethanolfrei fahren

Beitragvon Ewald82 » 25.08.2018, 10:13

Wie erklärt sich folgendes?

Auf Anraten von MSA und Tipp von einem Kollegen hier im Forum, habe ich das Total Excellium doch noch weiter probiert. Bis dahin hatte ich immer Super plus und ausschliesslich von der Muschel getankt. Oft auch den extrem teuren Premium Sprit dort.

Ich hatte kurz vorher auch schon mal das Excellium probiert jedoch ohne Änderung. Die Menge war aber auch immer viel zu gering (ca. 2.5l), um etwas zu bewirken. Ich dachte immer Super plus ist Super plus. Bis ich bei jedem neuen Tankvorgang eine Besserung des Ruckelns bemerkt habe. Da gibt es neben der Oktanzahl auch noch den Ethanolgehalt zu beachten. Das Excelllium (und mindestens eine weitere Marke) enthält kein Ethanol.

Jetzt ist der Tank komplett ethanolfrei und das Ruckeln nahezu weg. Lediglich im Bereich zwischen 30-40 km/h bei konstanter Fahrt und insbesondere wenn eine Gasrücknahme aus höheren Geschwindigkeiten erfolgt, merkt man unterschwellig ein leichtes und auch nicht mehr konstantes Ruckeln. Damit kann ich leben. Zumal sich der Roller nach kurzer Zeit darauf einzustellen scheint. Wenn dann beispielsweise wieder länger 30 km/h anliegen, hört er auch wieder auf zu ruckeln.

Hier im Forum wird darüber nicht berichtet. Offensichtlich schlucken andere Kymco Modelle ohne Probleme alle möglichen Benzinsorten. Das ist auch nicht so toll, da der Trend ja scheinbar eine weitere Steigerung des Ethanolgehaltes sein wird. Damit läuft der Roller vermutlich dann gar nicht mehr.

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k-manne
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon k-manne » 25.08.2018, 11:45

Moin Ewald,
meine Meinung dazu.
Ethanol wird aus Essbarem hergestellt was theoretisch auf den Tisch gehört und nicht in einen KFZ Tank.
Ergo, weiter bei der Muschel tanken oder bei den Blauen, bei Vergaser hat das Bio Zeug nach längerer Standzeit (ca. 3-4 Monate) auch kläglich versagt, nur Probleme mit dem Zeug.
Von irgendwo kommt jetzt sicherlich wieder der Grüne Finger und erklärt uns das man in Brasilien mit 25% Bioshit fährt, interessiert mich absolut nicht. :mrgreen:
Gruß Manne
Kymco DT 300, Kawasaki ZRX 1200R und 1200S

Axel S.
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Axel S. » 25.08.2018, 18:01

Was soll der Unsinn mit dem Edelsprit? Bei mir läuft ein Yager GT 125 seit drei Jahren und 20000 Km mit E10, davor ein baugleiches Fahrzeug über 17000 Km, jeweils ohne Probleme. Auch alle anderen Zweiräder, darunter vier über 20 Jahre alte Yamaha's, laufen zusammen seit über 60000 Km alle ausschließlich mit E10. Probleme gab es noch nie. Auch nicht nach der mehrmonatigen Winterpause bei den Motorrädern. Knopf drücken und läuft.

Das Ruckeln liegt im Leben nicht am Kraftstoff. Die Motoren können mit der höheren Oktanzahl null und nix anfangen. Aber scheinbar tankt der Glaube mit.

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Ewald82
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Ewald82 » 26.08.2018, 11:25

Hallo Axel,

ich habe doch auch nicht geschrieben, dass die Oktanzahl mit dem Ruckeln zusammenhängt. Der Ethanolgehalt aber sehr wohl. Ich glaube auch nicht, dass du deinen Vergaser Yager mit meinem Einspritzer vergleichen solltest.

Von Edelsprit halte ich ja auch nichts. Das ist natürlich Marketing oder etwas für den Rennbetrieb.

Meine grundsätzliche Meinung zur Beimischung von Ethanol stelle ich auch mal zur Seite. Da bin ich ganz auf "Mannes" Seite. Ich tanke das Zeugs von der Muschel einfach nicht mehr - solange ich die Wahl habe.

Und das der Roller mit dem Total Excellium viel besser läuft ist sicher keine Einbildung. Zudem die Empfehlung von MSA hierzu. Das lässt bereits darauf schliessen, dass das Problem nicht gerade unbekannt ist.

Axel S.
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Axel S. » 26.08.2018, 16:57

Mein Suzuki Burgman ist ein Einspritzer und läuft nun seit 30000 Km ruckelfrei mit E10. Selbst mein 1992er Mercedes 300CE (Einspritzer) läuft damit anstandslos. Und das seit Markteinführung dieses Kraftstoffs.

Übrigens bin ich selbst aus dem Gewerbe und ich hatte noch nie einen Fall, dass ein Kunde irgendwelche Probleme mit E10 hatte, bzw das E10 ursächlich war. Zudem sollte man sich sich über den Bioanteil mal genauer Gedanken machen. Mit dem schon vorher vorhandenem und immer noch gebräuchlichen E5 (das "normale" Super) gab es doch auch nie Probleme. Wahrscheinlich wissen die Leute gar nicht, dass dies im Grunde auch Biosprit ist. Steht halt nicht drauf. Und jetzt sollen die paar Prozent mehr beim E10 alles durcheinander und kaputt bringen? Messungen haben ergeben, dass sowieso nicht mehr als 7 bis höchstens 8% beigemischt werden. Das heißt, im E10 sind etwa 3 bis 4% mehr Ethanol drin wie im E5.

Wenn damit ein moderner Kymco-Einspritzer nicht zurecht kommt, taugt er keinen Schuss Pulver. Und das kann ich mir bei Kymco eigentlich nicht vorstellen. Und den ideologischen Quatsch mit dem "Essen gehört auf den Tisch" vergessen wir mal besser wieder. Wir sind doch hoffentlich erwachsen.

Übrigens testete "Scooter & Sport" vor einiger Zeit mal die verschiedenen Benzinsorten mittels einer neuen Vespa 300 GTS. Mit dem hochoktanigen Supersprit war Diese am lahmsten und soff am meisten. Testsieger war E10.....

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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Silent_Blood » 11.02.2019, 17:57


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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon k-manne » 11.02.2019, 18:49

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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon k-manne » 11.02.2019, 21:20

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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Flexer » 11.02.2019, 21:50

Ob jemand mit E10 fährt oder nicht sollte jeder für sich entscheiden.
Aber ich fahre jeden Tag 5 Tage die Woche 62 km, davon 58 km Autobahn.
Ich fahre grundsätzlich kein E10.Aber habe mal den Test gemacht und 5 Tankfüllungen super 95 gefahren und dann das super 102
Mit gleichen Fahrstil verbraucht mein Auto mit 102 Oktan,0,2 Liter weniger.und wenn man das jetzt umrechnen würde,spare ich keinen Cent mit 95 Oktan.
Also denke ich würde es sich alles mit E10 wiederspiegeln.Der große Unterschied was ich aber mit 102 Oktan erfahren habe,der Motor läuft deutlich ruhiger,leiser,und selbst die Zündkerzen sahen nach 25000 km aus wie neu.
Also erkenne ich in keinen Belangen, warum ich,bzw, jemand E10 fahren soll
Was soll der Vorteil sein am E10? Also günstiger ist es auf keinen Fall.
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Squirrel » 12.02.2019, 14:20

Benzin mit mehr Oktan ist nicht besser - es hat nur eine höhere Klopffestigkeit. Und die nützt nur was wenn der Motor die entsprechenden Parameter (Kompression, Zündzeitpunkt) mitbringt oder automatisch einregelt, was bei Rollern eher unüblich ist. Mit der Qualität des Benzins hat das rein gar nichts zu tun; gute Additive/Scavenger in einem 95-er Sprit können durchaus besser für den Motor sein als ein schlechter additiviertes Benzin mit mehr Oktan.
Hingegen kann das teure Zeug technische Probleme (Ölkohle im Brennraum, Nebenluft) teilweise wieder kaschieren so daß man das Problem evtl. zu spät bemerkt.

Vor kurzem gab es noch "Normal"-Benzin, welches von den allermeisten Zweirad-Motoren (insbesondere aus Asien und Japan) anstandslos verdaut wurde, auch ohne technische Probleme wie "Klopfen".

Insofern bringt der teure Saft nichts, außer daß man sich besser fühlt damit.
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Flexer » 12.02.2019, 19:47

Stimmt
Oktan sagt nix über Qualität aus. Stimmt auch,das mehr Oktan nur etwas bringt mit dem geeigneten Motor.

Aber deine Behauptung,das teure Zeug,(teure Benzin) wäre sogar schädlich finde, ich aber sehr weit daher Geplappert.Das klingt für mich sehr unwissend ,was ein guter Premium Sprit ist und was nicht.

Ohne eine Marke zu nennen,wird dem einen oder anderen schon den Unterschied bekannt sein,ob man eine freie Tankstelle Sprit tankt,oder einen Premium Sprit tankt. vor allem was der Punkt Verbrennungs Rückstände angeht.
Aber nun gut,macht eben jeder seine eigene Erfahrung.
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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Silent_Blood » 05.03.2019, 16:55

Mein Kymco Nexxon 50 ist 61.000 km mit E10 gelaufen, in der Firma der Piaggio Liberty 50 mit aktuell 49.000 km. Motorfehler? Fehlanzeige! Okay, der Zylinderkopf ist beim Piaggio seit 40.000 km nicht mehr der erste, der Auslassventilsitz war bleitgeklopft. Ob´s am E10 liegt? Unwahrscheinlich. Ist das Erdöl alle, fahren wir Elektro oder E100, also was soll´s? Wer nicht mit der Zeit geht, geht bzw. steht (im Sinne von "fährt nicht mehr") mit der Zeit. :D

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Re: Ethanolfrei fahren

Beitragvon Rick » 05.03.2019, 17:45

Ethanol ist keine Lösung, nichtmal übergangsweise. Verdammt, das muß doch endlich klar sein! Der Slogan

"Essen gehört auf den Teller, nicht in den Tank!"

ist zwar sehr plakativ, aber genau das soll und muß er sein. Und so abgedroschen er inzwischen auch klingen mag, er trifft den Nagel auf den Kopf. Dazu kommt, daß für dieses verdammte Ethanol nach wie vor riesige Urwaldflächen gerodet werden. Das führt jegliche dahinter stehende Umweltschutzabsicht ad absurdum.

Das Zeug ist absolut unverantwortlich — Ende der Fahnenstange.
Im Straßenverkehr kannst Du nie so blöd denken wie andere handeln!


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